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Rufnummernmitnahme bei NettoKOM – So geht’s

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Rufnummernmitnahme bei NettoKOM – So geht’s – Schon seit fast 15 Jahren – nämlich seit dem 1. November 2002 – ist es möglich, innerhalb von einem Tag die Mobilfunknummer in ein neues Vertragsverhältnis mitzunehmen. Deshalb ist es für viele Kunden selbstverständlich, dass ein Anbieterwechsel im Mobilfunkbereich nicht unbedingt auch eine neue Rufnummer zu bedeuten hat. Möchte man den Prepaid-Tarif von NettoKOM nutzen und dabei seine alte Rufnummer behalten, kann man diese ohne Probleme mittels einer Rufnummernportierung mitnehmen. Das ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung: Wer von NettoKOM zu einem anderen Anbieter wechselt, kann genauso seine alte Nummer mit zu dem jeweils anderen Anbieter nehmen. Wer aber noch nie in der Situation war, eine Rufnummernmitnahme oder -portierung durchzuführen bzw. zu beantragen, dem stellen sich sicherlich einige Fragen. Was alles bei einer Rufnummernmitnahme von oder zu NettoKOM zu beachten ist, haben wir im Folgenden zusammengestellt:

Rufnummernmitnahme Schritt für Schritt

Schritt 1: Noch vor der Kündigung…

…sollte man herausfinden, wie hoch die Gebühren für eine Rufnummernmitnahme sind. Das ist besonders bei Prepaid-Kunden wichtig, da diese sicherstellen müssen, dass das Prepaid-Guthaben auf ihrer Karte ausreicht, um ebendiese Gebühr zu zahlen. Bei Vertragskunden kann die erhobene Gebühr für die Rufnummernmitnahme durch den alten Anbieter in Rechnung gestellt werden. Die Voraussetzungen, die für eine erfolgreiche Rufnummernmitnahme erfüllt sein müssen, sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Sind die Voraussetzungen zur Rufnummernmitnahme nicht erfüllt, hat der alte Anbieter das Recht die Rufnummernmitnahme zu verweigern. Aus diesem Grund sollte man einfach beim alten Anbieter vorher nachfragen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Für die Rufnummern-Mitnahme berechnet Ihnen der bisherige Anbieter i. d. R. Gebühren (24,- € bis 30,- €). Wenn Sie eine Prepaid-Karte nutzen, stellen Sie bitte sicher, dass ausreichend Guthaben auf Ihrem Prepaid-Konto beim abgebenden Anbieter vorhanden ist. Andernfalls kann die Rufnummern-Mitnahme fehlschlagen. Wechseln Sie aus einem Mobilfunklaufzeitvertrag, wird die Gebühr für die Rufnummern-Mitnahme i. d. R. automatisch mit Ihrer Mobilfunkrechnung eingezogen. Am besten informieren Sie sich über Ihren Zahlweg beim bisherigen Anbieter

Schritt 2: laufenden bzw. alten Vertrag kündigen

Zuerst muss der alte Vertrag gekündigt werden. Dazu muss man sich bei dem jeweiligen bisherigen Anbieter informieren. Infos zur Kündigung bzw. Verzichtserklärung lassen sich in der Regel auf der Website des jeweiligen Anbieters (oft unter FAQ) finden. Hatte man vorher einen Laufzeitvertrag, muss man sich hier an bestimmte Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten halten, hatte man auch schon vorher einen Prepaid-Vertrag reicht es, eine sogenannte „Verzichtserklärung“ aufzusetzen.Wichtig ist, dass der Antrag auf Rufnummernmitnahme mindestens 90 Tage nach Beendigung des Vertrages bei NettoKOM vorliegen muss.
Bei NettoKOM heißt es:

Bitte kündigen Sie Ihren Laufzeitvertrag fristgerecht und stellen Sie den Antrag auf Rufnummern-Mitnahme spätestens 90 Tage nach Vertragsende. Lassen Sie sich die Kündigung von Ihrem bisherigen Anbieter schriftlich bestätigen.
Wenn Sie die Rufnummer von einer Prepaid-Karte übertragen möchten, senden Sie bitte eine sogenannte Verzichterklärung an Ihren bisherigen Anbieter. Einen Vordruck erhalten Sie auf Anforderung von ihm.

Schritt 3: NettoKOM Karte bestellen

Sind die ersten beiden Schritte erfolgt, kann man sich seine NettoKOM Karte zulegen. Diese ist Bestandteil des NettoKOM 9-Cent-Start-Pakets. Das funktioniert online über die Website des Prepaid-Anbieters oder in jeder Netto-Filiale.

Schritt 4: Antrag auf Rufnummernmitnahme

Das Formular zur Rufnummernmitnahme lässt sich entweder gleich bei Freischaltung der WhatsApp SIM-Karte beantragen oder im Downloadbereich der Webseite herunterladen. Im Anhang an das auszufüllende Formular findet sich noch eine Anleitung mit Hinweisen und praktischen Tipps zur Rufnummernportierung. Ganz wichtig beim Ausfüllen des Formulars ist, dass die Angaben zur Person mit den Angaben beim bisherigen Anbieter übereinstimmen. Gibt es auch nur eine kleine Abweichung, funktioniert die Rufnummernmitnahme nicht. Deshalb ist es ratsam, einmal beim alten Anbieter die Personendaten abzugleichen.

Es ist erforderlich, dass die Pflichtangaben zu Person, Wohnsitz und Geburtsdatum exakt mit den Angaben bei Ihrem abgebenden Mobilfunkanbieter übereinstimmen und identisch geschrieben sind. Schon eine abweichende Schreibweise von z. B. „ö“ oder „oe“ kann zu einer Verzögerung oder Ablehnung der Rufnummern-Mitnahme führen. Wenn Sie z. B. eine geschenkte Prepaid-Karte nutzen, denken Sie bitte daran, Ihre Kundendaten dem
aktuellen Anbieter mitzuteilen, da die Karte eventuell nicht auf Ihren Namen registriert war.
Tipp:
Halten Sie beim Ausfüllen des Antrags zur Rufnummern-Mitnahme Ihren alten Vertrag, Ihre Mobilfunkabrechnung und/oder Ihre SIM-Karte griffbereit
Das fertig ausgefüllte Formular muss dann an NettoKOM geschickt werden. Das geht auf postalischem Wege an die Adresse NettoKOM c/o Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, Postfach 90345 Nürnberg oder per Fax an die: 0331-700 31 3. Sobald das Formular zur Rufnummernmitnahme bei NettoKOM vorliegt, nehmen die Mitarbeiter von NettoKOM Kontakt zu dem alten Mobilfunkanbieter auf. Als Kunde selbst muss man also nichts mehr weiter für die Rufnummernmitnahme tun. Hat alles geklappt, meldet NettoKOM sich per SMS oder E-Mail um den Zeitpunkt, zu dem die alte Nummer freigegeben wird, bekannt zu geben.

Schritt 5: Bei Fragen oder Problemen

Sollte man feststellen, dass man einen Fehler beim Ausfüllen des Formulars gemacht hat, sollte man sich so schnell wie möglich an den jeweils zuständigen Kunden-Service wenden. Bei Fragen zur Rufnummernportierung ist der Kundenservice von NettoKOM oder des alten Anbieters – an wen man sich wenden muss, kommt darauf an, was genau das Problem ist – der richtige Ansprechpartner und telefonisch oder schriftlich erreichbar.

Falls Sie die Information erhalten, dass Ihre Angaben im Antrag zur Rufnummern-Mitnahme von den gespeicherten Kundendaten abweichen oder Fehler enthalten, wenden Sie sich bitte schnellstmöglich an Ihren bisherigen Anbieter. Danach teilen Sie uns einfach die richtigen Angaben mit.

Allgemeines zur Rufnummernmitnahme

Haben Kunden ein Recht auf ihre Rufnummer?

Nach der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes sind Mobilfunk-Anbieter mittlerweile verpflichtet, die Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. In § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) heißt es dazu:

Um den Anbieterwechsel nach Absatz 1 zu gewährleisten, müssen Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten insbesondere sicherstellen, dass ihre Endnutzer ihnen zugeteilte Rufnummern bei einem Wechsel des Anbieters von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten entsprechend Absatz 3 beibehalten können

Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang). In der Regel machen das mittlerweile aber alle Anbieter – niemand lehnt gerne neue Kunden ab.

Zeitpunkt der Rufnummern-Mitnahme
Eine Rufnummernportierung lässt sich beim bisherigen Anbieter zum Ende der Vertragslaufzeit oder zum nächstmöglichen Termin vornehmen. Auch von einer Prepaid-Karte kann die Rufnummer mit zu NettoKOM übernommen werden.
  • Rufnummern-Mitnahme zum Ende der Vertragslaufzeit oder von einer Prepaid-Karte: Hierzu muss der bestehende Laufzeitvertrag fristgerecht gekündigt werden und der Antrag auf Rufnummern-Mitnahme spätestens 90 Tage nach Vertragsende vorliegen. Eine Kündigungsbestätigung sollte vom alten Anbieter verlangt werden. War man bereits vorheriger Prepaid-Kartenbesitzer, dann muss hierfür eine sog. Verzichterklärung beim bisherigen Anbieter eintreffen. Einen Vordruck sollte meist jener aushändigen können.
  • Rufnummern-Mitnahme vor Ende der Vertragslaufzeit: Hierzu muss der bisherige Anbieter schriftlich oder telefonisch über die Rufnummern-Mitnahme informiert werden, denn sonst wird der bisheriger Anbieter die Rufnummer nicht freigeben und die Rufnummern-Mitnahme kann von NettoKOM nicht durchgeführt werden

Was passiert, wenn die Portierungsfrist abgelaufen ist?

Eine Portierung kann unter Umständen auch nach der abgelaufenen Frist noch erfolgreich sein, allerdings gibt es dafür dann keine Garantie mehr. Es ist durchaus denkbar, dass die Nummer dann bereits neu vergeben wurde und damit ist sie dann natürlich nicht mehr portierbar. Aus diesem Grund sollte man sich in jedem Fall an die Fristen halten, denn nur dann gibt es eine Sicherheit für die Mitnahme der Rufnummer.

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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