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O2 Free – wie unendlich ist „unendlich surfen“ wirklich?

O2 Free – wie unendlich ist „unendlich surfen“ wirklich?
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O2 Free – wie unendlich ist „unendlich surfen“ wirklich? – O2 bewirbt den neuen O2 Free Tarif mit dem Slogan „unendlich surfen“ bzw. „unendlich surfen und streamen“. Damit spielt das Unternehmen auf eine Besonderheit der neuen O2 Free Tarife an, die es so derzeit nur bei diesen Handytarifen (eingeführt im Oktober 2016) gibt. Das Unternehmen verzichtet auf eine sehr restriktive Drosselung. Nach Verbrauch des monatlichen Inklusivolumens kann man trotzdem noch vergleichsweise schnell surfen. Die Geschwindigkeit wird dabei nur auf 1MBit/s herunter gesetzt. Das entspricht im Vergleich in etwa der Geschwindigkeiten von DSL 1.000 – falls sich noch jemand daran erinnert. Damit wird der Tarif immer noch etwas gedrosselt, aber man kann es schon fast als unbegrenztes Datenvolumen bezeichnen.

Im Kleingedruckten heißt es dazu:

Mit O2 Free kann nach Verbrauch des Highspeed Datenvolumens unendlich im O2 2G/GSM und 3G/UMTS Netz mit bis zu 1000 KBit/s (im Durchschnitt 994 KBit/s ) weiter gesurft werden (HD Video-Streaming und Internetanwendungen mit ähnlich hohen oder höheren Bandbreitenanforderungen nicht uneingeschränkt möglich; Upload bis zu 1000 KBit/s, im Durchschnitt 945 KBit/s).

O2 selbst schreibt dazu:

„Wir läuten eine neue Zeitrechnung ein – offline gibt es nicht mehr“, sagt Markus Haas, Chief Operating Officer (COO) von Telefónica Deutschland. „Die Menschen wollen permanent online sein, ohne sich Gedanken über ihren Datenverbrauch zu machen. Nur so können sie sich jederzeit komfortabel in der digitalen Welt bewegen und echte Freiheit genießen. Deshalb dreht O2 Free auf, nicht ab – zu jeder Zeit, an jedem Ort und mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis.“

Das Unternehmen bewirbt den neuen Tarif derzeit sehr stark im Fernsehen und auch auf anderen Kanälen. Den meisten Verbrauchern dürfte ein Spot mit dem neuen Tarif daher bereits einmal begegnet sein. Inhaltlich zielt O2 natürlich stark auf die Drosselung ab und auch darauf, dass man auch gedrosselt nach wie vor weiter surfen kann. Der Tarif wird dabei mit „unendlich surfen“ beworben. Schaut man sich die Konstruktion des Tarifes genauer an, stimmt das sogar bis zu einem bestimmten Bereich, denn man kann natürlich mit den Tarifen auch dann noch weiter surfen, wenn das monatlich Inklusiv-Volumen aufgebraucht sein sollte. Allerdings ist das auch mit den meisten anderen Flatrates möglich. Man surft bei O2 nur etwas schneller als bei der Konkurrenz – um genau zu sein auch deutlich schneller, denn gedrosselt sind bei anderen Tarifen die Verbindungen oft nur noch 34kbit/s oder 64kBit/s schnell. Das ist dann schon ein Unterschied zu den 1000kBit/s bei den O2 Free Tarifen.

Tatsächlich ist die neue Unendlichkeit bei den Tarifen mit einige Einschränkungen verbunden:

  • Reduzierung auf 1MBit/s – Auch im O2 Free Tarif wird weiterhin gedrosselt. Die Geschwindigkeitsreduzierung ist aber deutlich geringer als bei den Tarifen der Konkurrenz. In der Regel wird in anderen Tarifen auf 32 oder 64Kbit7s gedrosselt, bei O2 Free liegt der Speed mit 1MBit/s um ein Vielfaches höher. Trotzdem gibt es natürlich nach wie vor eine Drosselung, mit der die maximale Geschwindigkeit der O2 Free Tarife deutlich reduziert wird.
  • kein LTE nach Drosselung – Normalerweise können die O2 Free Tarife das LTE Netz von O2 nutzen und surfen mit maximalen LTE Geschwindigkeite von bis zu 225MBit/s (soweit das O2 Netz bereits ausgebaut ist). Nach der Drosselung steht aber nur noch 3G zur Verfügung – man surft also maximal mit HSDPA und UMTS und damit ändert sich häufig auch die Netzqualität, da man das LTE Netz von o2 nicht mehr nutzen kann. Daher klagen auch viele Nutzer nach der Drosselung bei O2 Free über eine schlechtere Netzqualität.

Das Konzept der Drosselung Light bei O2 Free ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und es wäre erfreulich, wenn andere Anbieter ihre Drosselung auch in diese Richtung verändern würden. Ein komplett ungedrosselter Tarif ist O2 Free aber trotzdem nicht und es gibt nach dem Verbrauch des monatlichen Datenvolumens einige Einschränkungen, die den Spaß am Surfen trotzdem einschränken.

Positiv zu vermerken ist allerdings, dass O2 bei den neuen Tarifen komplett auf die Datenautomatik verzichtet. Bei den älteren Blue Tarifen war diese noch aktiv, bei O2 Free gibt es sie nicht mehr. Man kann zwar auf Wunsch Datenvolumen selbst nachbuchen, eine automatische Buchung findet aber nicht mehr statt. Das ist auf jeden Fall ein guter Schritt von O2. Mittlerweile hat O2 dazu auch noch einen Tarif gestartet, der Datenvolumen ohne Drosselung anbietet. Dieser kostet 60 Euro im Monat und ist dann wirklich ein Tarif mit unendlichem surfen, weil es keine Limits gibt, egal wie viel Datenvolumen man verbraucht.

Die Erfahrungen der Nutzer mit O2 Free

In der Praxis haben diese Einschränkungen dann auch entsprechend negative Auswirkungen. Die schlägt sich in den Erfahrungen der Nutzer mit diesen Handytarifen nieder.

Bei Radioszene schreibt man dazu:

Auf so einer Strecke ist Internetradio auch ein fragwürdiges Vergnügen. Zumal auch ohne Drossel nur GPRS oder maximal EDGE zur Verfügung steht – keine 1 MBit/s und von O2 schon zweimal nicht. Zumal oft direkt von GPRS/EDGE zu LTE (4G) gesprungen wurde – wenn LTE wegen Überschreiten der Tarif-Datengrenze abgeklemmt und auf UMTS (3G) zurückgeschaltet wird, aber gar keine UMTS-Versorgung vorhanden ist, wird die Drossel ebenso bösartig wie in allen anderen deutschen Tarifen.

Bei Deskmodder geht es in eine ähnliche Richtugn. Dort ist fest gehalten:

Jetzt könnte man denken, dass das eine tolle Sache ist, denn mit einem MBit/s lässt sich WhatsApp und Co. wesentlich komfortabler nutzen, aber der Haken steht im Kleingedruckten, denn man darf dann nicht weiter das gute LTE-Netz nutzen. Stattdessen muss man die meist stark überlasteten E, bzw. 3G-Netze nutzen, welche meist so überlastet sind, dass selbst 1 MBit/s quälend langsam sein kann. Gleichzeitig schafft das 2G-Netz noch nicht mal 1 MBit/s. Persönlich könnte ich mir auch vorstellen, dass O2 Kunden mit aufgebrauchten Datenvolumen niedriger priorisiert, was ebenfalls zu Leistungsverlusten führen könnte.

Insgesamt kann man also mit den neuen O2 Free Tarifen auch gedrosselt weiter surfen und die Geschwindigkeiten sind auch nicht so drastisch reduziert wie bei der Konkurrenz. Trotzdem ist der Geschwindigkeitsverlust nach der Drosselung deutlich zu spüren und insbesondere der Wechsel von LTE auf 3G tut in der Praxis sehr weh. Daher sollte am also schon damit rechnen, dass Surfen gedrosselt spürbar langsamer ist und sich von dem LTE Zugang unterscheidet.

O2 Free in der Analyse

Weitere Links rund um O2

 

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2004 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben.

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