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Die Rufnummernmitnahme bei sim.de – So funktioniert´s

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Die Rufnummernmitnahme oder Portierung der Rufnummer, nutzen immer mehr Mobilfunkkunden, um ihre alte Rufnummer aus einem alten Vertrag zum neuen Mobilfunk-Anbieter mit neuem Tarif zu übertragen. So bietet auch sim.de diesen Komfort. Die Rufnummernmitnahme ist bei sim.de dabei kostenlos, jedoch sollte für eine erfolgreiche Rufnummernmitnahme die genaue Einhaltung der Bestimmungen und die Fristen beachtet werden. Sonst verfällt auch das Recht auf die bisherige Mobilfunknummer. Damit es nicht soweit kommt, hier ein paar Tipps, worauf bei der Rufnummernmitnahme geachtet werden muss und in welcher Form diese möglich ist.

Rufnummernmitnahme – Vorzeitig und zum/nach Ende der Vertragslaufzeit

Bei einer Rufnummernmitnahme gibt es zwei Möglichkeiten, um eine Portierung der Rufnummer vorzunehmen. Zum einen kann die Rufnummer noch aus einem laufenden Vertragsverhältnis beim bisherigen Anbieter mitgenommen werden oder zum anderen zum Vertragsende beim alten Anbieter, sobald eine Kündigung vorliegt.

1. Vorzeitige Rufnummernmitnahme

Die vorzeitige Rufnummernmitnahme ist jederzeit möglich. Hierzu benötigt der bisherige Anbieter eine schriftliche Erklärung zur vorzeitigen Rufnummernmitnahme. Das bedeutet, dem alten Anbieter, muss ausdrücklich erklärt werden, dass die Rufnummer vorzeitig (also vor dem regulären Ende des Vertrags) zu sim.de übertragen werden soll. Geschieht dies nicht rechtzeitig, wird vom noch bisherigen Anbieter, anderenfalls die Rufnummernmitnahme erst zum regulären Ende des Vertrags bestätigt. Wichtig: Trotz vorzeitiger Portierung, läuft der bestehende alte Vertrag zwischen dem bisherigen Anbieter bis zu seinem regulären Ende weiter. Eine Erklärung zur vorzeitigen Rufnummernmitnahme stellt keine Kündigung des bisherigen Vertrags dar. Es empfiehlt sich zudem über anfallende Kosten bis Vertragsende und auch über die Gebühren für die Rufnummernmitnahme beim bisherigen Anbieter zu informieren. Mit der letztendlichen Freigabe zur „vorzeitigen Rufnummermitnahme“ vom bisherigen Mobilfunkanbieter, kann die Rufnummernübertragung zu sim.de beginnen.

2. Rufnummernmitnahme zum/nach Vertragsende

Hier muss bereits eine Kündigung beim alten Anbieter mit Hinweis auf Rufnummernmitnahme eingegangen sein. Die Kündigung darf dabei nicht mehr als 120 Tage in der Zukunft liegen. Empfohlen wird mindestens 10 Tage vor Vertragsende, die Portierung über den neuen Anbieter (sim.de) zu beauftragen, um einen reibungslosen Wechsel zu ermöglichen. Ist der Vertrag dagegen bereits beim alten Anbieter gekündigt, ist die Rufnummernmitnahme maximal 30 Tage nach Deaktivierung des alten Vertrages zu sim.de möglich. Solange ist der alte Anbieter gesetzlich verpflichtet die alte Rufnummer aufzuheben. Allgemein gilt: Die Übertragung der Rufnummer erfolgt frühestens am Tag der Deaktivierung des Vertrages beim bisherigen Anbieter und maßgeblich ist dabei nicht das Datum der Kündigungserklärung, sondern der Zeitpunkt, zu dem die Kündigung wirksam ist.

Wichtiges bei der Rufnummernmitnahme zu sim.de

Eine Rufnummernmitnahme zu sim.de kann nur dann reibungslos verlaufen, wenn Rufnummer, (Firmen-) Name und Geburtsdatum beim alten und neuen Anbieter identisch sind. Bedeutet: Im Bestellprozess zur Rufnummernmitnahme bei sim.de sollten alle Daten des bisherigen Mobilfunkanbieters korrekt angegeben sein. Hierzu einfach bei Online-Bestellung von sim.de unter Rufnummer und Tarifoptionen auswählen, dass die Rufnummer aus dem bisherigen Handyvertrag mitgenommen werden möchte.

Zudem kann der bisherige Anbieter für die Freigabe der Rufnummer meistens eine Gebühr zwischen 25 und 30 Euro verlangen. Die Rufnummernmitnahme zu sim.de ist dabei, wie schon erwähnt, kostenlos.

Eine Rufnummernmitnahme nach Aktivierung der sim.de-Karte ist nicht mehr möglich! Ist allerdings eine Rufnummernmitnahme bereits beantragt, erfolgt die Lieferung der SIM-Karte spätestens 1 Werktag (Mo – Sa) vor Übernahme der Rufnummer. Die Bearbeitung einer Rufnummernmitnahme bei sim.de dauert rund 2 bis 5 Tage. In Einzelfällen kann die Bearbeitung, laut sim.de, aber auch etwas länger dauern, wenn Daten bspw. vom Vertragsinhaber abweichen. Über den gesamten Ablauf der Bearbeitung der Rufnummernmitnahme, wird man seitens sim.de Schritt für Schritt informiert.

Allgemeines rund um die Mitnahme der Rufnummer

Haben Kunden ein Recht auf ihre Rufnummer?

Nach der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes sind Mobilfunk-Anbieter mittlerweile verpflichtet, die Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. In § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) heißt es dazu:

Um den Anbieterwechsel nach Absatz 1 zu gewährleisten, müssen Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten insbesondere sicherstellen, dass ihre Endnutzer ihnen zugeteilte Rufnummern bei einem Wechsel des Anbieters von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten entsprechend Absatz 3 beibehalten können

Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang). In der Regel machen das mittlerweile aber alle Anbieter – niemand lehnt gerne neue Kunden ab.

Welche Kundendaten müssen übereinstimmen?

Die Mobilfunk-Unternehmen gleichen bei einer Portierung untereinander folgende Daten ab:
Abgefragte Kundendaten
Bei PrivatkundenBei Geschäftskunden
RufnummerRufnummer
NameName
GeburtsdatumKundennummer
 Nur wenn diese übereinstimmen, wird die Portierung der Rufnummer eingeleitet.

Was kann man bei Problemen tun?

Sollte es bei der Portierung der Rufnummer Probleme geben, kann man sich an die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur wenden. Die Schlichtungsstelle ist eine neutrale Instanz im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes und bietet genau bei solchen Fragen und Problemen.

Ob es sich lohnt ein Schlichtungsverfahren anzufangen ist aber nicht immer ganz klar, immerhin geht es in der Regel „nur“ um eine Rufnummer und der Aufwand, diese im privaten Bereich durch eine neue Nummer zu ersetzen, ist meistens überschaubar.

Was passiert, wenn die Portierungsfrist abgelaufen ist?

Eine Portierung kann unter Umständen auch nach der abgelaufenen Frist noch erfolgreich sein, allerdings gibt es dafür dann keine Garantie mehr. Es ist durchaus denkbar, dass die Nummer dann bereits neu vergeben wurde und damit ist sie dann natürlich nicht mehr portierbar. Aus diesem Grund sollte man sich in jedem Fall an die Fristen halten, denn nur dann gibt es eine Sicherheit für die Mitnahme der Rufnummer.

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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