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O2 Connect und O2 Boost – was steckt dahinter?

O2 Connect und O2 Boost – was steckt dahinter? – O2 hat mit den neuen Tarifen ab Juni 2018 auch zwei neue Optionen eingeführt, die es direkt und teilweise kostenlose mit zu den neuen Handytarifen gibt: O2 Boost und O2 Connect. Beide Optionen bieten zwei interessante Funktionen an, die sich teilweise richtig lohnen können, wenn man sie benötigt. Was genau dahinter steckt haben wir im nachfolgenden Artikel erklärt.

Die aktuellen Tarife bei O2

O2 Free S
O2 Free S
19.99€
Grundgeb.

(39.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (1GB 225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.
O2 Free S Boost
O2 Free S Boost
24.99€
Grundgeb.

(39.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (2GB 225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.
O2 Free M
O2 Free M
29.99€
Grundgeb.

(39.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (10GB 225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.
O2 Free M Boost
O2 Free M Boost
34.99€
Grundgeb.

(39.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (20GB 225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.
O2 Free L
O2 Free L
39.99€
Grundgeb.

(39.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (30GB 225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.
O2 Free L Boost
O2 Free L Boost
44.99€
Grundgeb.

(39.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (60GB 225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.
O2 Free unlimited
O2 Free unlimited
59.99€
Grundgeb.

(29.99€ Kaufpreis)
Tarif im O2-Netz
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (unlimit.225Mbit/s)
24Mon.
Laufz.

Den Überblick über alle Handy-Tarife gibt es hier: Handy Tarife Vergleich. Details zur Funktionsweise unseres Tarifrechnets haben wie hier zusammengefasst: So arbeitet unser Tarifrechner.

 

Leider gibt es die neuen Optionen aber nur in Zusammenhand mit den O2 Tarifen auf Rechnung. Die O2 Prepaidkarten profitieren von diesen Funktionen nicht. Man kann die normalen O2 Free Tarife aber auch mit kurzer Laufzeit buchen, auch dann wären sowohl Boost als auch O2 Connect verfügbar. Die beiden Optionen stehen also auch bereit, wenn man sich nicht lange binden will. Diese zusätzlichen Optionen gelten aber nur für den Mobilfunk-Bereich – bei den DSL- und Festnetz-Anschlüssen nutzt O2 andere Angebote und Vertragsbestandteile.

O2 Boost

Die neue O2 Boost Funktion ist dabei recht einfach erklärt: Für 5 Euro mehr pro Monat erhält man bei den neuen O2 Free Tarifen (ab 5. Juni 2018) das doppelte Datenvolumen. Man kann die Tarife auf diese Weise sehr einfach mit bis zu 60GB mehr ausstatten – einfach bei Vertragsabschluss die Boost Funktion mit aktivieren und es gibt das doppelte Datevolumen für die gesamte Laufzeit.

So gibt es im O2 Free L Tarif beispielsweise 30GB pro Monat für 39.99 Euro. 1GB Datenvolumen kostet in diesem Tarif dann 1.33 Euro. Bucht man den O2 Boost, bekommt man das doppelte Datenvolumen, also satte 60GB. Der Preis steigt allerdings auch um 5 Euro monatlich auf 44.99 Euro. Mit Boost zahlt man daher nur noch 75 Cent pro GB Datenvolumen. Das lohnt sich aber natürlich nur, wenn man das zusätzliche Volumen auch braucht. Konkret sollte man also mehr als 30GB mobiles Datenvolumen monatlich benötigen, damit es sich lohnt, für diesen Tarifen den Boost zu buchen.  O2 schreibt zu den weiteren Bedingungen für die Option:

O2 Free L (30 GB) 39,99 € mtl., O2 Free M (10 GB) 29,99 € mtl., O2 Free S (1 GB) 19,99 € mtl. erhalten mit Boost für 5 € doppeltes Datenvolumen. Alle Tarife haben eine 24-monatige Mindestvertragslaufzeit und eine einmalige Anschlussgebühr i.H.v. 39,99 €. Der O2 Free XL wird nicht mehr angeboten. Nach Verbrauch des Highspeed-Datenvolumens kann unendlich im O2 2G/GSM und 3G/UMTS Netz mit bis zu 1000 KBit/s (im Durchschnitt 997 KBit/s) weiter gesurft werden (HD-Video-Streaming und Internetanwendungen mit ähnlich hohen oder höheren Bandbreitenanforderungen nicht uneingeschränkt möglich). Vertragsverlängerungsberechtigte Bestandskunden können in den O2 Free mit Connect bzw. O2 Free Boost wechseln.

Insgesamt bietet O2 damit streng genommen nun 6 verschiedene Handytarife auf Rechnung an: die jeweils 3 unterschiedlichen O2 Free Tarife und zusätzlich die O2 Free Tarife mit Boost Option und doppeltem Datenvolumen.

O2 Connect

O2 Connect ist ebenfalls eine neue Funktionen bei den Handytarifen von O2, hat aber anders als die Boost-Option nicht mit dem Datenvolumen zu tun. Stattdessen ist O2 Connect die Möglichkeit, die Tarife mit mehreren Simkarten gleichzeitig zu nutzen und so mit nur einem Tarif gleich mehrere Endgeräte zu versorgen. Solche Multi-Sim Angebote gab es bei O2 schon länger aber mit O2 Connect ist dies nun kostenfrei in den Tarifen mit enthalten und man kann bis zu 10 zusätzliche Simkarten nutzen – also deutlich mehr als bisher.

Das Unternehmen schreibt im Original dazu:

Das üppige Datenvolumen der neuen O2 Free Tarife lässt sich ab dem 5. Juni ohne Zusatzkosten mit bis zu zehn mobilen Geräten über einen zentralen Tarif nutzen. Zum Beispiel werden Wearables immer beliebter und ergänzen das Smartphone durch ihre zusätzlichen Funktionen und intelligenten Sensoren. Mit der neuen O2 Free Funktion Connect ist jetzt nur noch ein Mobilfunkvertrag notwendig, da sich alle zugehörigen SIM-Karten das Highspeed-Datenvolumen des gewählten O2 Free Tarifs teilen.

Auf diese Weise kann man die O2 Free Tarife nicht nur mit einem Handy nutzen, sondern das Datenvolumen beispielsweise auch per Tablet, iPad, für das Auto oder auch den SmartTV einsetzen. Man nutzt also einen Vertrag vfür bis zu 10 Endgeräte. Allerdings gibt es nur maximal 3 Karten mit einer Rufnummer. Die restlichen 7 Karten sind reine Datenkarten, die nur mobil Surfen können und die man nicht für das Schreiben oder Empfangen von SMS nutzen kann. Gespräche sind mit den Datenkarten ebenfalls nicht möglich.  O2 schreibt im Kleingedruckten zu den weiteren Bedingungen:

Die Weitersurf-Garantie gilt nur auf einer Multicard, die in dem Tarif enthalten ist. Bei den weiteren Multi- und Datacards reduziert sich die Übertragungsgeschwindigkeit nach Verbrauch des Highspeed-Datenvolumens auf bis zu 32kBit/s im Up- und Download.

Insgesamt gesehen ist die O2 Connect Funktion aber eine sehr interessante Erweiterung der O2 Tarife, da die meisten Nutzer nicht nur ein Handy haben, sondern viele verschiedene Endgeräte und die Zahl der mobil genutzten Geräte immer weiter wächst. Daher ist es durchaus sinnvoll, auch die Handytarife so aufzustellen, dass sie mit mehreren Geräte einfach genutzt werden können. Die Konkurrenz in Form der Netzbetreiber Telekom und Vodafone bieten zwar auch MultiSIM Karten an, aber diese kosten in der Regel extra Gebühren. Das Angebote von O2 ist daher durchaus sehr kundenfreundlich.

Die neue höhere Drosselungsgeschwindigkeit bei O2 Free

Die größte Neuerung beim Update der Handytarife von o2 dürfte die Anhebung der Surfgeschwindigkeiten im gedrosselten Zustand sein. Bisher lagen die bei 32 bis 64kBit pro Sekunde und das bedeutete in der Praxis, dass die Datenflatrates kaum noch nutzbar waren, wenn man das monatliche Inklusiv-Volumen aufgebraucht hatte und gedrosselt wurde. Durch die neuen Tarife ist das jetzt anders. 1Mbit/s als Geschwindigkeit ist zwar nach wie vor deutlich langsamer, als die maximale 225MBit/s, die man ohne Drosselung erreichen kann. Es ist mit dieser Geschwindigkeit (entspricht DSL 1000) aber trotzdem möglich, einigermaßen schnell im Internet zu surfen.

O2 selbst schreibt dazu im Kleingedruckten:

Nach Verbrauch des Highspeed-Datenvolumens kann unendlich im O2 2G/GSM und 3G/UMTS Netz mit bis zu 1.000 KBit/s (im Durchschnitt 994 KBit/s) weiter gesurft werden (HD Video-Streaming und Internetanwendungen mit ähnlich hohen oder höheren Bandbreitenanforderungen nicht uneingeschränkt möglich; Upload bis zu 1.000 KBit/s, im Durchschnitt 945 KBit/s).

An der Stelle wird bereits ein Knackpunkt bei der neuen Drosselung sichtbar: man kann im gedrosselten Zustand kein LTE mehr nutzen. Damit verändert sich nach der Drosselung auch die Netzqualität bei O2 deutlich, denn nicht überall, wo es LTE bei O2 gab, ist auch ein gut ausgebautes 3G Netz mit UMTS und HSDPA vorhanden. Es kann also durchaus passieren, dass man gar kein 3G Netz bekommt sondern nur 2G Verbindungen nutzen kann und damit dann die 1Mbit/s in der Praxis gar nicht erreicht. Man sollte also vorher im besten Falle die O2 Netzabdeckung prüfen um zu sehen, ob man auch wirklich die 1MBit/s nutzen kann oder ob das O2 Netz das vor Ort eventuell noch gar nicht unterstützt.

Diese Option ist im Übrigen auch in den älteren Tarifen verfügbar, hier zahlt man dafür aber 5 Euro mehr im Monat. In den O2 Free Tarife ist das kostenlos mit enthalten.

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Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

One comment

  1. Wolfgang Spiewack

    O2 macht auf dem Papier große Versprechen. Hier mein Erfahrungsbericht:
    Vertrag seit Ende Februar 2018; Hardware IPhone 8, Telefonflat und 2 GB Datenvolumen.

    Leistungen in der Realität:
    Telefonieren funktioniert manchmal
    Internet am Wohnort und innerhalb der nächsten 25 km = 2G, diese gilt auch für die nächste größere Stadt Salzwedel.
    Basisstation am Wohnort seit November 2017 gestört, laut Kundenbetreuung kein Termin für die Instandsetzung terminierbar, der Anbieter nach AGB ist für dieses Problem nicht verantwortlich.
    Fazit: Wer nicht telefonieren und surfen will, sollte unbedingt zu O2 wechseln. Sollten Sie als Kunde jedoch den Wunsch verspüren Ihr Smartphone bestimmungsgemäß zu nutzen, wäre ein anderer Anbieter geeigneter.

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