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Aufbruch ins Gigabit-Zeitalter?

Aufbruch ins Gigabit-Zeitalter?
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Der mobile Datenverkehr wird immer wichtiger, der Ausbau der Funknetze und die Einführung neuer Technologien ist daher nur eine Frage der Zeit. Wirklich bald ist einem Abschluss des Gigabit-Ausbaus allerdings nicht zu rechnen, auch wenn es in dieser Angelegenheit an verschiedenen Stellen Bewegung gibt.

Planspiele für das deutsche Gigabit-Netz

Der Auf- und Ausbau entsprechender Infrastrukturen, die ein flächendeckendes Gigabit-Datennetz in Deutschland ermöglichen sollen, wurde wohl auch im Zuge der Sondierungsgespräche zwischen den möglichen Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD thematisiert. Ein Mittel, um dieses Ziel zügig zu erreichen, sollen Änderungen in der Gesetzgebung sein. Gesprochen wurde daher über die Verabschiedung eines Planungs- und Beschleunigungsgesetzes, das verschiedene Bereiche – Verkehr, Infrastruktur, Energie und Wohnen – einschließt.

In diese Richtung zielt auch das Gemeindeinfrastrukturfinanzierungsgesetz (GVFG), das den Bundesländern Geldmittel für Verkehrsinvestitionen zugesteht. Rund eine Milliarde Euro jährlich ist die Summe, die die Vertreter der Parteien innerhalb der Arbeitsgruppe „Wirtschaft, Verkehr, Digitalisierung“ bis Ende 2021 bereitstellen wollen. Die notwendigen Finanzmittel für den deutschlandweiten Gigabit-Ausbau hingegen sollen aus den Erlösen für die Vergabe von UMTS- und 5G-Lizenzen entnommen werden.

Gleichzeitig soll die Lizenzvergabe außerdem an Auflagen für die Beteiligung am weiteren Ausbau des Datennetzes gebunden werden. Auf diese Weise soll einerseits der öffentliche Finanzierungsbedarf, der mit 10 bis 12 Milliarden Euro für die neue Legislaturperiode beziffert wird, gedeckt werden. Andererseits erhofft sich die Fachgruppe dadurch Synergieeffekte mit den Ländern, durch die ein lückenloser Funknetzausbau und ein dynamischer Ausbau des 5G-Netzes erreicht werden sollen. Bis dahin wird nach der derzeitigen Planung allerdings noch recht viel Zeit vergehen: Als Ziel für das deutsche Gigabit-Datennetz wurde das Jahr 2025 veranschlagt.

In diesem Zusammenhang verweist allerdings der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) in einer Stellungnahme darauf hin, dass die Sondierungsergebnisse zum Breitbandausbau die Frage nach dem Wie nicht ausreichend beantwortet. Sich allein auf die Finanzmittel aus den Frequenzzuteilungen zu verlassen, sei einerseits nicht ausreichend und nehme den Unternehmen gleichzeitig wichtige Investitionsmittel.

Von Seiten der Mobilfunkanbieter gibt es daher Forderungen nach einem staatlichen Förderprogramm zur Unterstützung eines schnelleren Starts des deutschen 5G-Netzes. Für den zeitlichen Rahmen, der von politischer Seite für diesen Zweck gesetzt wurde, hätte das aber wohl keine Auswirkung. Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter spricht ebenfalls davon, die Haushalte bundesweit bis 2025 mit bezahlbaren Gigabit-Anschlüssen zu versorgen.

Mobilfunktechnik für die smarte Stadt

Deutlich weiter ist man mit den Vorbereitungen für das Mobilfunknetz der Zukunft hingegen in Porta Westfalica bereits, wo besonders für die städtischen Hotspots mit einem hohen Datenverkehr Lösungen gesucht – und offenbar gefunden wurden: In Zukunft sorgen Antennen dafür, dass das Mobilfunknetz an besonders stark frequentierten öffentlichen Orten, an denen mit einem entsprechend hohen Datenverkehr zu rechnen ist, diesen Herausforderungen standhalten kann.

Die Antenne, an deren Entwicklung die Firmen Kathrein, Rose Systemtechnik sowie der Schweizer Mobilfunkanbieter Swisscom beteiligt waren, kann mittels einer Kernbohrung als verstärkendes Element in der Nähe einer Basisstation im Boden versenkt werden. Die größte Herausforderung lag allerdings nicht in der Funktionsweise der Antenne, sondern in den besonderen Anforderungen an das Design des Gehäuses. Mit der finalen Version scheint man aber sowohl den Belastungen des Personen- wie auch des Datenverkehrs gewachsen zu sein.

Neue Prozessoren für 5G-Smartphones

Damit es den Besitzern von 5G-Smartphones überhaupt möglich ist, die verbesserte Übertragung von Mobilfunkdaten richtig nutzen zu können, sind beim derzeitigen Stand der Dinge Veränderungen im Bereich der Hardware notwendig. Insbesondere die digitalen Signalprozessoren (Digital Signal Processor – DSP) müssen an die Anforderungen angepasst werden, ansonsten kann die eigentlich mögliche 5G-Kommunikationsrate nicht ausgeschöpft werden.

An einer Lösung für dieses Problem arbeitet zur Zeit das französische Start-Up VSORA mit Sitz in Vélizy-Villacoublay in Form eines DSP, der bereits auf die Anforderungen der 5G-Datenübertragung ausgelegt ist. Da dieser Ansatz überaus vielversprechend erscheint und auch für den internationalen Markt geeignet ist, erhielt das junge Unternehmern erst kürzlich finanzielle Unterstützung von Omnes Capital und Partech Ventures, die mit insgesamt 1,7 Millionen Dollar dafür sorgen wollen, Produktion und weltweiten Vertrieb zu verbessern.

Gleichzeitig ist diese Zusammenarbeit ein Schritt in Richtung Marktführerschaft. Die Geldgeber von VSORA und die Franzosen sehen das Potenzial dafür in jedem Fall, nicht zuletzt deshalb, weil die Nutzungsmöglichkeiten der neuen DSPs über die Anpassung der Leistungsfähigkeit an die 5G-Mobilfunknorm hinausgehen. Die neuartigen Prozessoren können beispielsweise auch in der drahtlosen Kommunikation mit einer niedrigen Latenz verwendet werden, wie sie zum Beispiel zwischen autonomen Fahrzeugen stattfindet.

Was haben die Nutzer bislang von 5G?

Für die Nutzer bleibt in puncto 5G jedoch nach wie vor vieles im Ungewissen. Die Einführung des neuen Mobilfunkstandards mit Datenübertragungsraten von bis zu 100 MBit/s soll zwar bis zum Jahr 2020 erfolgen, wie sich das allerdings auf die Entwicklung der Datentarife für Endnutzer auswirken könnte, ist bislang noch unklar. Zumindest gibt es von den Mobilfunkanbietern derzeit noch keine klaren Äußerungen – die Branche befindet sich in dieser Hinsicht in einer Art Standby-Modus und keines der großen Mobilfunkunternehmen möchte sich zu früh festlegen.

Die Tendenz scheint aber dahin zu gehen, dass die Datennutzung durch die Einführung von 5G günstiger werden könnte. Daran, so ließen sich Vertreter von Vodafone und Huawei im vergangenen November vernehmen, änderten auch die Investitionskosten nichts: Der Betrieb sei im Vergleich zum LTE-Standard mit einem Bruchteil der Kosten zu bewerkstelligen, in den Mobilfunknetzen würden sich in diesem Zuge gleichzeitig die Kosten pro übertragenem Bit reduzieren.

Trotzdem ist hinsichtlich der Tarifgestaltung noch Geduld gefragt, ebenso beim Start der Technologie in Deutschland. Dass das kein Nachteil sein muss, beweisen die frühen Einführungen des 5G-Standards in den USA und Südkorea. In beiden Ländern ist bislang nur eine teilweise Umsetzung der technologischen Möglichkeiten erfolgt und dabei wird es vorläufig wohl auch bleiben: In Südkorea etwa liegt der Fokus derzeit vornehmlich auf den Themen Breitband-Internetzugang und Bereitstellung hochqualitativer Video-Services – das alles muss vor dem Hintergrund der bald in dem asiatischen Land stattfindenden Olympischen Winterspielen gesehen werden.

In den USA ist besonders der drahtlose, stationäre Internetzugang ein wichtiges Ziel, das mit der 5G-Technologie erreicht werden soll. Angepeilt werden damit größere Bandbreiten, die über die vorhandene Infrastruktur nicht von allen Betreibern angeboten werden können und zudem nicht überall verfügbar sind. Bis zu 30 Millionen US-Haushalte will beispielsweise das Unternehmen Verizon in diesem Jahr mit Breitband-Internetzugängen versorgen.

In Deutschland hingegen laufen noch verschiedene Testprojekte. Ein wichtiges Pilotprojekt stellt dabei unter anderem der Hamburger Hafen dar, wo der 5G-Mobilfunk als Grundlage für die Erprobung logistischer Anwendungen dient. Die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) nutzt die neue Technologie sogar bereits. Im Berliner Stadtteil Schöneberg betreibt die Telekom seit dem vergangenen Oktober mittels vier Funkzellen ein Mobilfunknetz, das auf Vorstandard-5G-Technologie basiert.

5G-Spielwiese für Österreich

Wie die Möglichkeiten an die Bedürfnisse unterschiedlicher Endnutzer angepasst werden können, wird aber auch bei den europäischen Nachbarn getestet. Während die eher industriell geprägten Anforderungen des Hamburger Hafens und die Notwendigkeiten der privaten Nutzung in Deutschland allerdings an verschiedenen Standpunkten ausgelotet werden, hat man in Österreich gleich ein ganzes Bundesland zur Testregion auserkoren.

Der „5G Playground Carinthia“, der in Kärnten entsteht, soll dabei aufzeigen, welche Anwendungsmöglichkeiten die neue Technologie bietet und zwar in jeder nur erdenklichen Hinsicht. Ein großes Experiment, wie Christian Bettstetter, Professor am Institut für vernetzte und eingebettete Systeme der beteiligten Alpen Adria Universität Klagenfurt, zugibt. Denn neben den potenziellen Anwendungsbereichen auf dem industriellen Sektor soll auch der Frage nachgegangen werden, wie sich die 5G-Technologie auf das Internet der Dinge oder Dienstleistungen, bei denen der Echtzeit-Faktor von Belang ist, auswirken wird.

Schneller als in Deutschland ist aber auch in Österreich nicht mit einer flächendeckenden Verfügbarkeit von 5G zu rechnen. Der Zeitplan sieht bislang vor, dieses Ziel bis zum Ende des Jahres 2025 zu erreichen, allerdings verzögert sich das Vorankommen vorerst aufgrund ungeklärter Finanzierungsfragen für den notwendigen Ausbau der Infrastruktur. Auch hier bleibt ein 5G-Datennetz daher vorerst Zukunftsmusik.

Bild 1: fotolia.com © iaremenko

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Bild 3: fotolia.com © Tomasz Zajda

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Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2004 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben.

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