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So geht die Rufnummernmitnahme bei simfinity

So geht die Rufnummernmitnahme bei simfinity
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So geht die Rufnummernmitnahme bei simfinity – Möchte man zu simfinity seine Rufnummer mitnehmen, so verweist der Provider bei Fragen zur Rufnummernmitnahme auf die kostenlose Beratungshotline unter der Nummer 0800 4177 177, welche von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18 Uhr und am Samstag von 8:00 bis 12 Uhr erreichbar ist. Eine genaue Erklärung wie die Rufnummernmitnahme bei simfinity funktioniert, findet man auf der Webseite von simfinity leider nicht. Jedoch den Hinweis, dass ein Antrag zur Rufnummernmitnahme mit Zusendung der bestellten simfinity SIM-Karte mit beiliegt.


Hinweis: Leider bietet Simfinity derzeit keine eigenen Handytarife mehr an. Stattdessen werden dort (als Art Resterampe) die Tarife von Blau mit verschiedenen Hardware-Angeboten vermarktet. Wir empfehlen allerdings stattdessen lieber direkt zu den Blau Angebote zu greifen oder einen anderen O2 Tarif zu nehmen, beispielsweise bei winSIM, Simply oder auch Smartmobil.


Grundsätzlich aber läuft die Rufnummernmitnahme bei vielen Mobilfunkanbietern gleich oder ähnlich ab. Hierbei gibt es immer die gleichen wichtigen Voraussetzungen und Schritte zu erfüllen:

Als Vertragskunde: Alten Mobilfunkvertrag mit Hinweis auf Portierung der Rufnummer, rechtzeitig kündigen und Kündigungsbestätigung verlangen. Zu Beachten: Die Rufnummernportierung kann frühestens vier Monate vor und einen Monat nach Vertragsende beantragt werden.

Als Prepaidkunde: Es muss mit der Kündigung auch gleichzeitig eine Verzichtserklärung der Rufnummer beim alten Anbieter mit eingereicht werden. Für die Rufnummernmitnahme muss zudem mindestens der Betrag auf dem Guthaben aufgeladen sein, der für die Portierung zum neuen Anbieter berechnet wird (meistens 25 Euro). Zusätzlich Kündigungsbestätigung verlangen, dass kann je nach Anbieter bis zu 10 Tage in Anspruch nehmen.

Wichtig: Die Kundendaten beim alten und neuen Anbieter müssen gleich sein, wenn beim neuen Anbieter Angaben zur Person angegeben werden. Sonst kann die Portierung abgelehnt werden. Angaben müssen mindestens die zu portierende Rufnummer, der bisherige Anbieter und das Kündigungsdatum sein.

Die schriftliche Bestätigung der Rufnummernportierung vom alten Anbieter ist nötig, um die Rufnummernmitnahme einzuleiten.

Allgemein: Sobald also die Kündigung beim alten Anbieter bestätigt wird, kann bei simfinity eine Sim-Karte bestellt werden und bereits online bei Bestellung die Rufnummernmitnahme ausgewählt werden. Simfinity schreibt 25 Euro Bonusguthaben bei erfolgreicher Rufnummernmitnahme gut. Das Bonusguthaben wird auf den gesamten Rechnungsumsatz verrechnet. Ein Anspruch auf Barauszahlung des Bonusguthabens ist laut simfinity dabei ausgeschlossen.

Die Schritte für die allgemeine Rufnummernmitnahme im Überblick:

  1. Alten Handyvertrag oder Prepaid-Vertrag (plus Verzichtserklärung für die Rufnummer beilegen) kündigen.
  2. Alter und neuer Vertragsinhaber müssen identisch sein (Name, Adresse, Geburtstag, usw.) ist dies nicht der Fall wird die Mitnahme meist abgelehnt.
  3. Der Antrag zur Portierung der Rufnummer muss bis zu einem bestimmten Zeitraum beim alten Anbieter eingegangen sein: spätestens vier Wochen nach Deaktivierung des alten Vertrages. Wird der Antrag später gestellt ist die Rufnummer nicht mehr verfügbar.
  4. Die Kosten für die Portierung werden vom Konto abgebucht, falls Lastschriftverfahren gewählt wurde oder dieser muss überweisen werden. Für Prepaid-Kunden: Prepaid-Guthaben in Höhe der Kosten für die Portierung aufladen.
  5. Abwarten bis eine Bestätigung für den Termin der Mitnahme erhalten wird, falls keine Bestätigung erfolgt, beim neuen Anbieter nach haken, damit dieser seine Anfrage beim alten Anbieter wiederholt.
  6. Rufnummernmitnahme beim neuen Anbieter, hier simfinity bei Bestellung beantragen. Antrag zur Rufnummernmitnahme ausfüllen (liegt bei Versand der SIM-Karte mit bei) und an simfinity schicken. Den Rest erledigt der Provider. Über den genauen Portierungstermin der Rufnummer wird von simfinity informiert.

Allgemeines rund um die Mitnahme der Rufnummer

Haben Kunden ein Recht auf ihre Rufnummer?

Nach der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes sind Mobilfunk-Anbieter mittlerweile verpflichtet, die Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. In § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) heißt es dazu:

Um den Anbieterwechsel nach Absatz 1 zu gewährleisten, müssen Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten insbesondere sicherstellen, dass ihre Endnutzer ihnen zugeteilte Rufnummern bei einem Wechsel des Anbieters von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten entsprechend Absatz 3 beibehalten können

Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang). In der Regel machen das mittlerweile aber alle Anbieter – niemand lehnt gerne neue Kunden ab.

Welche Kundendaten müssen übereinstimmen?

Die Mobilfunk-Unternehmen gleichen bei einer Portierung untereinander folgende Daten ab:
Abgefragte Kundendaten
Bei PrivatkundenBei Geschäftskunden
RufnummerRufnummer
NameName
GeburtsdatumKundennummer
 Nur wenn diese übereinstimmen, wird die Portierung der Rufnummer eingeleitet.

Was kann man bei Problemen tun?

Sollte es bei der Portierung der Rufnummer Probleme geben, kann man sich an die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur wenden. Die Schlichtungsstelle ist eine neutrale Instanz im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes und bietet genau bei solchen Fragen und Problemen.

Ob es sich lohnt ein Schlichtungsverfahren anzufangen ist aber nicht immer ganz klar, immerhin geht es in der Regel „nur“ um eine Rufnummer und der Aufwand, diese im privaten Bereich durch eine neue Nummer zu ersetzen, ist meistens überschaubar.

Was passiert, wenn die Portierungsfrist abgelaufen ist?

Eine Portierung kann unter Umständen auch nach der abgelaufenen Frist noch erfolgreich sein, allerdings gibt es dafür dann keine Garantie mehr. Es ist durchaus denkbar, dass die Nummer dann bereits neu vergeben wurde und damit ist sie dann natürlich nicht mehr portierbar. Aus diesem Grund sollte man sich in jedem Fall an die Fristen halten, denn nur dann gibt es eine Sicherheit für die Mitnahme der Rufnummer.

Weitere Informationen rund um Simfinity:

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2004 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben.

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