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Was ist LTE – Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und die wichtigsten Fakten

Was ist LTE – Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und die wichtigsten Fakten – Den Begriff LTE hat jeder wahrscheinlich bereits gehört, aber noch keine genaue Vorstellung was der Begriff bedeutet und/oder ob es für einen selbst relevant ist.Dabei ist diese Frage durchaus wichtig, denn nach wie vor gibt es auf dem Markt Tarife mit LTE, aber auch viele Angebote, die noch kein LTE haben. Der nachfolgende Artikel versuchte die wichtigsten Fragen bezüglich LTE zu beantworten.

Was heißt LTE?

LTE ist die Abkürzung für „Long Term Evolution“. Dahinter verbirgt sich die vierte Mobilfunkgeneration, weswegen es auch oft mit „4G“ abgekürzt wird.  Es ist der schnellste, international anerkannte Standard zum Übertragen von Daten über Handynetz. Vorgestellt wurde das LTE offiziell beim Mobile World Congress 2008 in Basrcelona. Der Netzwerkausrüster Ericson stellte dort erstmals eine Ende-zu-Ende-Verbindung mit LTE auf kompakten Mobilgeräten vor. In Deutschland wurde LTE Ende 2010 eingeführt und etabliert sich seit 2012 immer mehr als gängige Tarif-Option für schnelles Internet bei Smartphone-Tarifen und mobilem Internet allgemein. Der Hauptunterschied zu Vorgängerversion 3G ist schlicht und einfach die Datengeschwindigkeit. Während die Datenübertragung bei 3G zwischen 7 bis 40Mbit pro Sekunde lag, sind mit dem LTE sogar Übertragungen bis zu 500Mbit pro Sekunde möglich. Das „E“ steht für „Evolution“, denn es gibt letztlich nicht „das“ LTE als statischen, unverrückbaren Standard. Vielmehr wird dieser ständig weiterentwickelt und verbessert, momentan sind die 500Mbit das Maximum, welches auch mit LTE-Advanced bezeichnet wird

Wo ist LTE vorhanden?

Die Antennen der LTE anbietenden Firmen sind noch nicht überall in Deutschland aufgerüstet,dementsprechend ist es ratsam den LTE-Empfang vor Ort zu prüfen. In abgelegenen Orten und teilweise auch in Städten unter 50.000 Einwohner ist der LTE-Empfang noch sehr problematisch. Mitunter surft man auch bereits mit LTE ohne es zu wissen, denn einige Anbieter sind bereits dazu übergegangen Bestandskunden die Nutzung ohne Mehrkosten zu ermöglichen. Überprüfen kann man dies mit Blick auf die Symbolleiste, rechts oben auf dem Handy-Display, dort steht – sofern man im Empfangsbereich ist –  gegebenenfalls „4G“ oder „LTE“. Daneben bieten alle drei großen Netzbetreiber auch Ausbaukarten an, auf denen man prüfen kann, welcher Mobilfunk-Standard in der eigenen Region theoretisch verfügabr sein sollte.

Braucht man LTE?

Die Entscheidung muss jeder für sich selber treffen. Jedoch werden die LTE-Tarife immer „günstiger“, zuvor war der Preis vielmehr ein Argument „gegen“ LTE. Wie oben bereits erwähnt ermöglicht das LTE eine schnelle Datenübertragung, dementsprechende empfiehlt sich ein Tarif mit einer hohen Datenmenge. Denn sobald die Datenmenge aufgebraucht wird, surft man bis zum Ende des monatlichen Abrechnungszeitraums mit gedrosselter Geschwindigkeit. Wer häufig unterwegs ist und nicht auf eine stabile verzichten kann oder will, sollte auf jeden Fall LTE in Betracht ziehen. Grundsätzlich gilt wer viel surft, ist mit dem LTE gut beraten, da es durch die schnelle Datengeschwindigkeit mehr „Komfort“ bietet. Wer jedoch nur ab und zu mit seinem Smartphone, iPhone, Tablet oder iPad im Internet surft,  benötigt nicht zwingend LTE-Empfang. Prinzipiell gilt: je mehr Datenvolumen man haben möchte und nutzt, desto eher lohnt sich LTE.

Den Überblick über aktuelle LTE Tarife haben wir hier zusammen gestellt. Oft muss man sich aber entscheiden: entweder einen billigen Tarif oder einen Tarif mit schnellem LTE. Bei vielen Anbietern sind die LTE Tarife leider noch teuer.

Wie teuer ist LTE?

Zunächst lässt sich festhalten das die großen Telekommunikations-Unternehmen das  LTE weiter aufrüsten. In Deutschland sind dies die Telekom, Vodafone, 1&1, O2 und E-Plus – wobei die letzten beiden seit der Übernahme von E-Plus durch O2s Mutterkonzern Telefonica geschlossen agieren. Anbieter wie blau oder debitel, welche mit „Billigangeboten“ locken bieten zwar LTE an, aber es läuft über die Netzwerke der oben genannten vier beziehungsweise fünf Unternehmen. Die angebotenen LTE-Datenpakete sind je nach Abo-Modell als Flatrate oder für ein bestimmtes Kontingent konzipiert. Nach Verbrauch der Datenmenge wird  abhängig vom Tarif die Geschwindigkeit auf 3G oder noch langsamer gedrosselt. Sollte man sich für eine LTE-Tarif entscheiden, ist es ratsam neben der Verfügbarkeit vor Ort auch die entsprechen LTE-Tarife der verschieden Anbieter zu prüfen. Momentan ist der günstigste Tarif –  laut der oben verlinkten Tarifübersicht – für LTE mit 1 Gigabyte für 18,16  Euro monatlich erhältlich. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das LTE am Handy sicherlich kein Muss ist, aber den Surfkomfort dennoch merklich erhöht.

Überblick:

Wer sich wirklich am Preis orientiert, sollte auf jeden Fall die aktuellen Entwicklungen am Markt im Auge behalten. Gerade bei den Datenvolumen und den Geschwindigkeiten sinken die Preise immer weiter. Man kann also davon ausgehen, dass auch Handytarife und Flatrates mit LTE zukünftig immer noch etwas preiswerter sein dürften. Spätestens mit 5G könnte es dann passieren, dass LTE der Standard auf dem Markt wird (wie jetzt 3G) und 5G dann das Update, für das mehr Geld verlangt wird.

Wie geht es weiter mit LTE?

LTE als Standard ist mittlerweile fast flächendeckend verfügbar, aber der Ausbau in diesem Bereich geht natürlich weiter. Bei Vodafone möchte man die Geschwindigkeiten von LTE beispielsweise auf 1Gbit/s erhöhen (und wohl auch noch schneller werden). Das Unternehmen schreibt zu den Plänen:

Vodafone führt Bayern in die Gigabit-Gesellschaft. Bereits 2019 sollen bis zu 70 Prozent aller Einwohner im Freistaat mit 1.000 Megabit pro Sekunde im Kabel-Glasfasernetz surfen können. Das kündigte Vodafone CEO Hannes Ametsreiter heute gegenüber Ministerpräsident Horst Seehofer auf der CSU-Klausurtagung im Kloster Banz an.

Auch die Telekom setzt auf den Ausbau. Hier entwickelt man bereits an 5G – als dem Nachfolger der 4G LTE Verbindungen. Das Unternehmen schreibt dazu:

Der Kommunikationsstandard 5G steht aber nicht nur für kurze Reaktionszeiten, er wird Tausende von Vernetzungen auch im so genannten Schmalband ermöglichen (Narrowband IoT). Das Telekom Netz ist schon heute für diese extrem energiearme Möglichkeit von Datenübertragungen mittels Sensoren bereit. Parkplatzbewirtschaftung oder Abfallmanagement sind nur zwei Bereiche, in denen das Schmalband mit seinen geringen Datenmengen zum Einsatz kommen wird.

Im 5G Bereich sollen dabei nicht nur deutlich höhere Übertragungsraten möglich sein (bis zu 20Gbit/s) sondern man kann auch wesentlich mehr Geräte in einer Funkzelle versorgen und dazu reagieren 5G Netze schneller als die aktuellen Verbindungen mit LTE. 5G ist daher vor allem für die zukünftigen Entwicklungen im Smart Home Bereich geeignet, wenn immer mehr Geräte über eine Internet-Verbindung verfügen und damit selbstständig ins Netz gehen können (aber eben auch die entsprechende Versorgung über das Mobilfunk-Netz benötigen).

Video: Was ist LTE?

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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