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Netzabdeckung, Netzqualität und LTE bei goood

Netzabdeckung, Netzqualität und LTE bei gooodGoood – Der soziale Mobilfunkanbieter bietet seinen Kunden relativ günstige Handytarife und bleibt vor Allem durch sein außergewöhnliches Geschäftsmodell im Kopf. Ab Vertragsabschluss bei goood spendet der Nutzer monatlich 10% seines Paketpreises an soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen. Doch prinzipiell muss ein Mobilfunkprovider besonders mit der Netzreichweite und der Qualität der Netzabdeckung überzeugen, denn diese sind für das Angebot wichtig.

Goood ist ein sog. branded seller im Mobilfunksektor. Das bedeutet, dass goood kein eigenes Mobilfunknetz betreibt, sondern sich in bereits bestehende Mobilfunknetze einmietet. Der Mobilfunkpartner von goood ist die Drillisch Online GmbH (wie bei smartmobil, maXXim, simply, DeutschlandSim, discotel, SimDiscount, WinSim etc. auch), die das Netz der Telefónica mitbenutzt. Man telefoniert mit einem goood Tarif also immer im Netz der Telefónica. Die Basis für dieses Netz bilden die gemeinsamen Netze von O2 und E-Plus, in deren Ausbau in den letzten Jahren investiert wurde.

Die Netzqualität

Die Telefónica teilt sich das deutsche Handynetz mit ihren Konkurrenten Telekom und Vodafone. CHIP und NET CHECK haben Ende des Jahres 2016 einen deutschlandweiten Test durchgeführt, um herauszufinden, wer in Sachen Netzqualität die Nase vorn hat. Leider sieht es für die Telefónica eher mäßig aus. O2 belegt in allen Kategorien – Telefonie, LTE-Ausbau und Internetgeschwindigkeit – den letzten Platz, hat aber im Vergleich zum letzten Test in allen Netzen an Qualität zugelegt: Das macht zumindest für die Zukunft Hoffnung.

Das größte Problem scheint man mit dem O2-Netz zu haben, wenn man auf dem Land wohnt. im CHIP-Netztest heißt es dazu:

Denn vor allem der LTE-Ausbau ist in Deutschland schon weit vorangeschritten, nur Telefonica-Kunden, die in einer ländlicheren Gegend wohnen, haben nicht viel vom LTE. Ländliche Region und Telefonica-Netz scheint eine schlechte Kombination. Auch auf Überlandfahren mit dem Auto, also durch ländlichere Regionen, hatten die Tester mehr Probleme mit dem Netz von O2. Hier gab es bei VoLTE, also Telefonie über das LTE-Netz, die meisten Verbindungsabbrüche. Bis auf diese Einschränkung funktioniert VoLTE aber sehr gut, sogar besser und schneller als Telefonie über GSM und UMTS.
Eine andere schlechte Netz-Ort-Kombination scheint man beim Zugfahren zu haben:

Schon im Netztest von 2014/15 war der Empfang beim Zugfahren mit der schlechteste überhaupt. Auch im neuen Test hat sich daran nicht viel geändert. Um die 33 Prozent Prozent aller Telefonica-Telefonate im Zug kamen nicht zustande oder rissen während dem Telefonat ab.  Bei Vodafone und der Telekom ist dieser Wert zwar etwas besser, liegt aber immer noch zwischen 16 und 21 Prozent. Also alles nicht wirklich zufriedenstellend. 

Auch beim Surfen im Zug gibt es vor allem Aussetzer und Frust. Die Telefonica erreichte bei Testdownloads im Zug nur eine Erfolgsrate von 62 Prozent. Bei dem Aufruf von Websites immerhin eine von 72. Bei Vodafone werden im Test immerhin 82 Prozent und bei der Telekom 89 Prozent aller Websites erfolgreich aufgebaut.

Mittlerweile können die Kunden des O2 Netzes auch das Netz von Eplus mit nutzen. Das liegt an der Zusammenführung der Netze von Eplus und O2. Über das National Roaming können dabei die O2 Kunden auch das 3G Netz von Eplus mit nutzen, falls keine O2 Verbindungen verfügbar sind. In Bereichen mit schlechtem Netzausbau bei O2 kann dann das Eplus Netz aushelfen. Dieser Vorgang geschieht automatisch und verursacht keine zusätzlichen Kosten. Für die Zukunft ist geplant, die Netze von O2 und Eplus komplett zu vereinigen. Es soll ein neues großes Handy-Netz entstehen, dass die Kunden von O2 und Eplus umfasst. Dann wird es auch möglich sein, die LTE Bereiche von Eplus mit zu nutzen. Das ist bisher im Zuge des National Roaming noch nicht möglich. O2 arbeitet aber daran, auch diese Bereich frei zu geben. Es kann allerdings noch einige Zeit dauern, bis die Netze komplett zusammen geschaltet sind und darüber hinaus ist unklar, wie genau sich die Vereinigung auf die Netzqualität auswirken wird.

Die Netzabdeckung bei Goood

Ob sich die LTE-Tarife von goood lohnen, sollte vorher in einer sogenannten Netzabdeckungskarte geprüft werden. Bemängelt wird beim Telefónica-Netz immer wieder der schlechte Ausbau und der schlechte Empfang in ländlichen Gebieten. Sollte man also eher im dörflichen Umfeld leben, bietet sich ein Blick auf die Netzabdeckungskarte von O2 an. Diese findet man hier.

Verfügt man jedoch über kein LTE-fähiges Smartphone oder Handy oder befindet sich in einer Region, wo das LTE-Netz nicht verfügbar ist, profitiert man trotzdem von einer hohen Netzabdeckung. Denn im Vergleich zu den Wettbewerbern nutzen Kunden im O2-Netz am häufigsten das UMTS-Netz (zwischen rund 87 und 90 Prozent). Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher Markenwelt die Kunden kommen: „Im 2G-/3G-Betrieb überzeugen E-Plus und O2“, erklärt die connect.

Das Telefónica Netz bietet dank einer starken Qualitätssteigerung seit Jahresanfang alle Qualitäten, die für ein positive Nutzererlebnis entscheidend sind, und holt deutlich auf den Wettbewerb auf.

LTE bei goood

Goood bietet in seinen Tarifpaketen LTE Internet mit einer Highspeed-Geschwindigkeit von max. 50 MBit/s (Download) und 32 MBit/s (Upload) danach max. 16 kBit/s (Download) und 16 kBit/s (Upload). Der Ausbau des LTE-Netzes wurde in den letzten Jahren kräftig vorangetrieben und unterstützt. Dank des starken Ausbaus der Netzinfrastruktur bei O2 und E-Plus werden in Deutschland insgesamt schon über 60% der Menschen mit LTE versorgt, in Ballungszentren rund um Großstädte erreicht das LTE-Netz sogar 90% der dort lebenden Bevölkerung. Das LTE-Netz bietet seinen Nutzern zahlreiche Vorteile im Vergleich zu seinen Vorgängern; schnellere Seitenaufrufe, problemlose und schnellere Up- und Downloads und hohe Leistungsfähigkeit. Wo aber generell LTE nicht möglich ist, steht in immer mehr Regionen auch das schnelle UMTS/HSDPA Netz mit theoretisch bis zu 42,2 Mbit/s von O2 zur Verfügung.

Im LTE-Bereich verfügt Telefónica Deutschland über eine breite Abdeckung im 800- und 1800-MHz-Frequenzbereich. 77 Prozent der deutschen Bevölkerung wird derzeit bereits LTE angeboten (Outdoor Coverage Ende Juni 2016) und der Ausbau geht zügig weiter. Beide Netze verzeichnen in Verbrauchertests wie dem COMPUTER BILD Netztest regelmäßig Erfolge. Mittelfristig baut das Unternehmen ein voll integriertes, mobiles Highspeed-Netz auf. Künftig werden die Kunden überall dort, wo sie schon jetzt Datendienste in guter Qualität nutzen, mit Highspeed im Internet surfen können.

Die Datenautomatik bei goood

Die Datenautomatik ist fester Tarifbestandteil bei goood. Über die Datenautomatik wird automatisch Datenvolumen nachgebucht, wenn die inklusiv-Einheiten aus der bestehenden Internet-Flatrate aufgebraucht sind. Für jeweils 2 Euro werden automatisch bis zu 3 Mal pro Monat 100 MB zusätzliches Datenvolumen hinzu gebucht.

Durch die Datenautomatik können bis zu 6 Euro Mehrkosten pro Monat zusätzlich zur Grundgebühr entstehen. Das sollte man wissen, bevor man sich für einen dieser Tarife entscheidet. Dazu ist diese Datenautomatik bei goood nicht deaktivierbar. Da sie als „fester Bestandteil“ in den Tarif integriert ist, lässt sie sich nicht abschalten, sodass man die gesamte Vertragslaufzeit daran gebunden ist.

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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