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Warum habe ich kein Datenvolumen mehr auf dem Handy?

Warum habe ich kein Datenvolumen mehr im Handy? – Derzeit sind alle Handy-Flatrates in Deutschland gedrosselt – also nach einem gewissen Datenvolumen wird die Geschwindigkeit so weit reduziert, dass kein vernünftiges Surfen mit dem Smartphone mehr möglich ist. Die Geschwindigkeiten liegen dann oft nur noch bei 32 oder 64kBit/s und das entspricht einem Internet-Zugang aus den 90er Jahren. Ungedrosselte Tarife gibt es bisher leider kaum und wenn ist es sehr teuer – für Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen zahlt man 60 bis 80 Euro monatlich. Lediglich der O2 Free Tarif bietet einen kleinen Lichtblick, denn hier surft man auch gedrosselt noch mit 1MBit/s und damit immer noch recht schnell.

Daher ist es ärgerlich, wenn das monatliche Datenvolumen sehr schnell verbraucht ist und noch ärgerlicher, wenn man nicht genau weiß, warum das Datenvolumen bereits am Ende ist. Wir haben hier einige Tipps&Tricks zusammen gestellt, wie man datensparsam surfen kann und das Datenvolumen möglichst schon. Die Tipps gelten dabei prinzipiell für alle Netze (also egal ob Telekom Vertrag, Vodafone Tarif oder O2 Flat) und sowohl für Vertragstarife als auch Prepaid Sim.

Tipp 1: Hotspots in WLAN nutzen

Datenvolumen wird nur angerechnet, wenn man das mobile Internet nutzt. In Deutschland gibt es aber erfreulicherweise immer mehr Hotspots und freie WLAN, die man stattdessen nutzen kann. Das Surfen in diesen WLAN ist dabei kostenfrei und wird nicht auf das monatliche Datenvolumen angerechnet. Auf diese Weise kann man die eigenen Datenflatrate schonen. In einigen Tarifen (beispielsweise bei der Telekom) gibt es auch direkt eine kostenlose Hotspot Flat mit enthalten.

Aber Achtung: Die gesendeten und empfangenen Daten im WLAN sind frei sichtbar. Man sollte daher in jedem Fall auch verschlüsselte Verbindungen über https wert legen.

Tipp 2: Mobile Browser und Datenspar-Modi nutzen

Für Handys und Smartphones gibt es oftmals optimierte Browser, die das Problem mit limitierten Datenvolumen kennen und darauf ausgelegt sind, möglichst Traffic zu sparen. Obera mini ist beispielsweise so ein Browser und auch Chrome (von Google) eignet sich für diesen Einsatz. Im Chrome sollte man aber den sogenannten “Datensparmodus” aktivieren. Damit wird etwa ein Drittel des Traffic gespart, einfach indem die Inhalte vor der Übertragung komprimiert werden. Da macht durchaus etwas aus und sorgt dafür, dass man die Datenflatrate etwa ein Drittel länger nutzen kann.

Tipp 3: Hintergrund-Daten deaktivieren

Viele Apps laufen nicht direkt im Vordergrund der Handys, sondern sind im Hintergrund ständig aktiv um beispielsweise nach neuen Nachrichten Ausschau zu halten. Diese Aktivität ist zwar nicht direkt sichtbar, kostet aber trotzdem Datenvolumen. In der Regel ist das nicht sehr viel, aber gerade wenn häufiger Nachrichten ankommen oder andere Updates gemacht werden müssen, kann sich das durchaus aufsummieren.

Besonders bei Apps, die man nicht benötigt, sollte man daher die Datennutzung im Hintergrund deaktivieren. Das geht bei Android Geräten sehr einfach im Playstore, bei Apple iPhone unter iOS lässt sich dieses Verhalten direkt bei den Apps einstellen. Auf diese Weise kann man verhindern, dass weitgehend unbemerkt größere Datenmengen monatlich verloren gehen.

Wer sich nicht sicher ist, welche App wie viel Datenvolumen benötigt, kann sich dies auch direkt anzeigen lassen. Auf Apple Geräten geht das beispielsweise sehr einfach:

Um die Anrufdauer oder das verbrauchte Datenvolumen anzuzeigen, wählen Sie “Einstellungen”, und tippen Sie dann auf “Mobiles Netz” bzw. “Mobile Daten”. Wenn Sie ein iPad verwenden, wird Ihnen “Einstellungen” > “Mobile Daten” angezeigt.

Scrollen Sie nach unten, um eine Liste der Apps anzuzeigen, die mobile Daten nutzen können. Dort wird auch angezeigt, welches Datenvolumen jede App während der aktuellen Abrechnungsperiode bisher verbraucht hat. Sie können mobile Daten für jede App einzeln aktivieren bzw. deaktivieren. Wenn mobile Daten aktiviert sind, nutzen Apps entweder mobile Daten oder eine WLAN-Verbindung. Wenn mobile Daten deaktiviert sind, nutzen Apps WLAN-Verbindungen, um auf Daten zuzugreifen.

Auch unter Android findet man die entsprechenden Einstellungen.

Tipp 4: Adblocker nutzen

Mobile Werbung ist auch ein Problem des Datenvolumens, da die Grafiken und Banner für die Werbung ebenfalls mit geladen werden müssen. Man überträgt also nicht nur den eigentlichen Content einer Webseite beim Surfen, sondern auch alle Werbung mit dazu. Mit einem Adblocker kann man dies verhindern. Die Werbung wird dann gar nicht mehr aufgerufen und verursacht so auch kein Datenvolumen. Das Surfen wird damit nicht nur schneller, sondern auch deutlich datensparsamer. Allerdings blocken einige Webseiten mittlerweile Zugriffe, bei denen die Werbung nicht ausgeliefert wird. Hier muss man sich entscheiden, ob es sich lohnt, beim Adblock eine Ausnahme zu machen.

Insgesamt gib es also durchaus eine Menge Möglichkeiten, mit dem monatlichen Datenvolumen optimal auszukommen und damit länger für das gleiche Geld zu surfen.

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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