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So funktioniert die Rufnummernmitnahme bei Frischfunk

[ad name=“Frischfunk“]Bei Frischfunk ist die Rufnummernmitnahme möglich, auch wenn explizit weder in den Tarifkonditionen oder gar bei der Bestellung ein Feld für die Rufnummernmitnahme vorhanden ist. Lediglich in der Sonderpeisliste findet sich ein Punkt bei der die Rufnummernmitnahme (-Portierung) zu Frischfunk kostenlos ist und es ist deshalb davon auszugehen, dass Frischfunk die Rufnummernmitnahme akzeptiert. Da auch in den FAQ zur Rufnummernmitnahme zu Frischfunk nichts genaues beschrieben wird, richtet sich Frischfunk der Vermutung nach, nach dem normalen Ablauf der Rufnummernportierung.

Rufnummernmitnahme Fristen und Voraussetzungen

Um die Rufnummer mit in einen neuen Handy-Vertrag zu übernehmen, bieten sich jeweils zwei Möglichkeiten an: Zum einen lässt sich die Rufnummer bereits im noch vorhanden Mobilfunkvertrag zum neuem Anbieter übertragen oder zum anderen, erst nach oder zur Kündigung beim alten Anbieter. Hierfür ist die Frist allerdings sehr knapp bemessen.

1. Vorzeitige Rufnummernmitnahme

Zunächst musst den bisherigen Altanbieter durch eine schriftliche Verzichtserklärung (gilt für die mitgenommene Rufnummer) mitgeteilt werden, dass eine vorzeitige Portierung gewünscht ist. Bei vielen Anbietern besteht zudem die Möglichkeit, trotz vorzeitiger Portierung den bisherigen Vertrag mit einer neuen Rufnummer weiter zu nutzen. Ist das vom Kunden nicht gewünscht, kann der bisherige Anbieter in der Endabrechnung möglicherweise noch ausstehende Kosten verlangen. Wichtig: Eine Erklärung zur vorzeitigen Rufnummernmitnahme stellt keine Kündigung des bisherigen Vertrags dar. Eine Kündigung sollte mit Beachtung der jeweiligen Kündigungsfristen des Tarifvertrages beim alten Anbieter extra erfolgen. Auch sollte beachtet werden, dass für den Altvertrag sowie für den Neuvertrag bis Ende der Laufzeit anfallende Kosten bezahlt werden müssen, deswegen lohnt sich eine vorzeitige Rufnummernmitnahme in den meisten Fällen nicht.

2. Kündigung zum/nach Vertragsende

Ganz einfach ist die Rufnummernmitnahme zum Vertragsende. Grundvoraussetzung für die Rufnummernmitnahme ist immer eine wirksame Kündigung des bestehenden Tarif-Vertrages zum Ende der Laufzeit. Die Portierung der Rufnummer kann also erst mit der Bestätigung der Kündigung durch den alten Anbieter rechtswirksam bspw. hier bei Frischfunk beantragt werden. Für Formulare zur Rufnummernmitnahme bei Frischfunk, da keine bei Bestellung angegeben sind, sollte am besten die Bestellhotline kontaktiert werden.

Bis spätestens 1 Monat nach Ablauf des Vertrags, ist eine Portierung der Rufnummer zu einen neuen Anbieter noch möglich. Solange ist der alte Anbieter gesetzlich verpflichtet die alte Rufnummer aufzuheben. Grundsätzlich sollte der neue Vertragspartner zum Zeitpunkt der Beantragung bereits feststehen. Denn dieser kann eine bestimmte Vorlaufzeit voraussetzen. Da diese meist auch ca. 1 Monat beträgt überschneiden sich die Fristen oftmals.

Folgende Punkte sollten bei der Rufnummernmitnahme beachtet werden:

  • Die Vertragsdaten müssen beim Altvertrag, sowie beim Neuvertrag identisch sein. Eine Portierung mit abweichenden Daten ist nicht möglich.
  • Zudem kann der bisherige Anbieter für die Freigabe der Rufnummer meistens eine Gebühr zwischen 25 und 30 Euro verlangen. Bei Frischfunk muss für die Portierung zu einem anderen Anbieter eine Bearbeitungsgebühr von rund 25 Euro gezahlt werden.
  • Für vorherige Prepaid-Kunden: Die Rufnummernmitnahme einer Prepaid Rufnummer ist grundsätzlich möglich, sofern dem Altanbieter eine Verzichtserklärung zu gesendet worden ist. Zudem sollten Prepaid-Kunden darauf achten, dass genügend Guthaben für die Portierungs-Gebühr vorhanden ist. Das Restguthaben kann in den meisten Fällen ausgezahlt werden.

Nachdem der Portierungswunsch beim neuem Anbieter eingegangen ist, wird meist der Termin der Portierung per SMS mitgeteilt. Da der alte Anbieter die Nummer abschaltet und der neue diese aufschalten muss, kann es zu kurzfristigen Empfangsunterbrechungen kommen, die in der Regel höchstens einige Stunden dauern.

Allgemeines rund um die Mitnahme der Rufnummer

Haben Kunden ein Recht auf ihre Rufnummer?

Nach der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes sind Mobilfunk-Anbieter mittlerweile verpflichtet, die Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. In § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) heißt es dazu:

Um den Anbieterwechsel nach Absatz 1 zu gewährleisten, müssen Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten insbesondere sicherstellen, dass ihre Endnutzer ihnen zugeteilte Rufnummern bei einem Wechsel des Anbieters von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten entsprechend Absatz 3 beibehalten können

Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang). In der Regel machen das mittlerweile aber alle Anbieter – niemand lehnt gerne neue Kunden ab.

Welche Kundendaten müssen übereinstimmen?

Die Mobilfunk-Unternehmen gleichen bei einer Portierung untereinander folgende Daten ab:
Abgefragte Kundendaten
Bei PrivatkundenBei Geschäftskunden
RufnummerRufnummer
NameName
GeburtsdatumKundennummer
 Nur wenn diese übereinstimmen, wird die Portierung der Rufnummer eingeleitet.

Was kann man bei Problemen tun?

Sollte es bei der Portierung der Rufnummer Probleme geben, kann man sich an die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur wenden. Die Schlichtungsstelle ist eine neutrale Instanz im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes und bietet genau bei solchen Fragen und Problemen.

Ob es sich lohnt ein Schlichtungsverfahren anzufangen ist aber nicht immer ganz klar, immerhin geht es in der Regel „nur“ um eine Rufnummer und der Aufwand, diese im privaten Bereich durch eine neue Nummer zu ersetzen, ist meistens überschaubar.

Was passiert, wenn die Portierungsfrist abgelaufen ist?

Eine Portierung kann unter Umständen auch nach der abgelaufenen Frist noch erfolgreich sein, allerdings gibt es dafür dann keine Garantie mehr. Es ist durchaus denkbar, dass die Nummer dann bereits neu vergeben wurde und damit ist sie dann natürlich nicht mehr portierbar. Aus diesem Grund sollte man sich in jedem Fall an die Fristen halten, denn nur dann gibt es eine Sicherheit für die Mitnahme der Rufnummer.

Bewertung

Autor Bastian Ebert

Autor
Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen - einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?

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